Wissenschaftler röntgen im Rahmen ihrer Forschung die Zähne von Krokodilen. Sie entdecken, dass Krokodile, wie ihre pflanzenfressenden Vorfahren, Zähne mit sehr dünnem Zahnschmelz haben, was darauf hindeutet, dass die Zähne keine Zeit haben, einen dicken Zahnschmelz aufzubauen. Diese Besonderheit wurde zuvor auch schon beim Tyrannosaurus Rex festgestellt.
Und wenn wir Menschen dieselbe Fähigkeit hätten?
Die Besonderheit von nachwachsenden Zähnen wäre auch beim Menschen interessant. Bei uns ist es so, dass wir, nachdem wir in jungen Jahren die Milchzähne verlieren, ein festes Gebiss bekommen. Brianne Schmmiegelow, eine Studentin der Zahnmedizin an der Missouri Medical School, erklärt:
Anstatt Prothesen oder Kronen einzusetzen, könnten den Patienten einfach neue Zähne an Stelle der alten wachsen.
Eine bessere Kenntnis des Wachstums von Krokodilzähnen könnte es in Zukunft ermöglichen, eine medizinische Technik zu entwickeln, damit auch Menschen davon profitieren können.
Viele Rätsel zu lösen
Die Forscher wollen jetzt den Wachstumsmechanismus und die genetischen Faktoren genauer untersuchen. Casey Holliday, Professor an der Missouri School of Medicine, erklärt:
Zahnschmelz braucht viel Zeit, um sich zu bilden. Also ist es nichts, was Tiere auf Knopfdruck können. Über die Bildung von Zähnen und diese Zyklen bei Krokodilen und ihren Vorfahren sind noch viele Geheimnisse zu lösen.
Es ist heute bekannt, dass Krokodile im Laufe ihres Lebens bis zu 50 Mal ihre Zähne verlieren. Ein Krokodilzahn fällt im Schnitt nach 18 Monaten aus, danach wächst ein neuer Zahn nach. Aber nicht nur die Zähne von Krokodilen sind faszinierend, sondern auch ihre Augen.